Väger und Mütter des Ergas-Kart

Es war ein Wagnis vor 15 Jahren für Werner Drollinger und Marianne Fend

Sie rüsteten damals als erste Kartbahnbetreiber weltweit ihre Karts in Ellmendingen auf Erdgas um. Unterstützung bekamen sie dabei von Erdgas Südwest und GasVersorgung Süddeutschland.

Viel Geld und Herzblut haben Drollinger und Fend in ihre umweltfreundliche Idee gesteckt. Offensichtlich mit Erfolg. Denn jetzt schicken sie bereits ihre dritte erdgasbetriebene Kartstaffel auf die 400 Meter lange und anspruchsvolle Rennstrecke im Gewerbegebiet Unterer Bruch.

15 neue, kleine Rennwagen haben die Mitarbeiter der Speed-Indoorkartbahn in den letzten Wochen von Benzin- auf Gasantrieb umgerüstet. „Bessere Luftqualität, sauberes und unkompliziertes Betanken, wirtschaftlicher Kraftstoffeinsatz“, so fasst Drollinger die Vorteile des Erdgasbetriebes zusammen. Dafür nahm er auch den aufwendigen Umbau und die Tüftelei für die optimale Motoreinstellung in Kauf.

Die Honda-Motoren der 15 Karts sind neun PS stark und haben einen Hubraum von 270 Kubikzentimeter. Mit einer Tankfüllung lassen sich die Rennwägen mehr als drei Stunden mit Vollgas fahren. Dabei lässt sich in Sachen Fahrgefühl kein Unterschied zu den benzinbetriebenen Karts erkennen. In der Halle dagegen schon. Zwar bleibt die typische Geräuschkulisse, doch der Abgasgeruch gehört der Vergangenheit an. Denn durch den Einsatz von Erdgas verringern sich die Schadstoffe gegenüber Benzin erheblich: Kohlendioxid und Kohelnwasserstoff um mehr als 40 Prozent, Kohlenmonoxid sogar um 70 Prozentpunkte.

Ruß, Benzol und Schwefeldioxidemissionen werden praktisch vollständig vermieden

Autor: pm/bsch

Werner Drollinger

Marianne Fend

Bei der ersten Generation Erdgas-Kart wurden noch Gasflaschen verwendet. Die Reichweite betrug knapp eine Stunde, Lagerhaltung und Handling waren aufwendig.

Generation 2 verfügte schon über Tanks in den Seitenkästen. Um die Gas-Einspritzung anzusteuern und abzustimmen, wurde mittels Laptop programmiert. Ein System fast á la Formel 1, dass sich aber als kompliziert und für den Kartbahnbetrieb als überdimensioniert herausstellte.

Bei der heutigen 3. Generation ist das Betanken einfach, wie beim Auto - nur schneller: nach 10 Sek. kann es für die nächsten drei Stunden weitergehen! Also wieder "F1 Technik", nur im Kleinen!

Das Medieninteresse bei der Vorstellung der neuen Erdgas-Kartflotte war riesengroß!

ProKart - Titelblatt

Dritte Generation Erdgas-Karts am Start

1997 entschied sich Speed Indoorkartbahn Bahnbetreiber Werner Drollinger und seine Partnerin Marianne Fend dazu, auf ihrer Anlage in Keltern-Ellmendingen (bei Pforzheim/Baden) Karts mit Erdgas einzusetzen.

"Unser Anliegen ist es, in unserer Halle den Kunden eine hervorragende Luftqualität bieten zu können, daher entschlossen wir uns für Erdgas als Kraftstoff. Seitdem haben wir in Zusammenarbeit mit Ralf Biehl von der ERDGAS Südwest GmbH, der leidenschaftliches Interesse an der Idee gefunden hatte, und natürlich der GVS (GasVersorgung Süddeutschland, Stuttgart) viel Pionierarbeit geleistet. Das Umsetzen der Idee war uns alle Mühen wert!" so Unternehmer Werner Drollinger. So verringert sich der Schadstoffausstoß von Kolendioxid und Kohlenwasserstoffe gegenüber Benzin um mehr als 40 %, das gefährliche Kolenmonoxid gar um 70 %, Ruß-, Benzol- und Schwerfeldioxidemissionen werden fast vollständig vermieden! Marianne Fend weiß, dass insbesondere umweltbewusste Firmen und Motorsportler dieses sehr zu schätzen wissen. Seit Mitte Mai 2012 steht nun die dritte Generation Erdgas betriebener Karts (Swiss Huttles Chassis mit 9 PS Honda Motoren) für ökologischen Fahrspaß bereit.

 

 

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